Enthüllung der Gedenktafel für Johann Georg Kerner
am Haus Großer Burstah 31, Hamburg,
am 7. April 2000

Rede von Wolfgang Neumann
Ltd. Oberstaatsanwalt a.D
1. Vorsitzender des Salzburger Vereins e.V.


Sehr geehrte Damen und Herren,

die Vereinigung der Nachkommen salzburgischer Emigranten aus dem Jahre 1732, der Salzburger Verein, nimmt sehr gerne an der Enthüllung dieser Gedenktafel teil. Gehörte doch Johann Georg Kerner zu den Nachkommen jener Familien, die im 18. Jahrhundert mit zwanzigtausend anderen Glaubensflüchtlingen aus dem Salzburger Land vertrieben wurden.

Die Salzburger Protestanten verließen ihre Heimat, um sich die Freiheit ihres Glaubens zu erhalten, und setzten dabei Leib und Lebn ein, als sie größtenteils im Winter, zu Fuß, ohne zunächst zu wissen, welches Land sie aufnehmen würde, durch Deutschland zogen.

Und es war nicht nur die große Zahl und das Leid dieser Menschen, die damals ganz besondere Aufmerksamkeit nicht nur in Europa erregten sondern vor allem ihre Glaubensstärke und ihr Mut.

So war Johann Georg Kerner, wohl in dritter Generation einer im Württembergischen angesiedelten Emigrantenfamilie, ein typischer Salzburger, der sich für seine  Mitmenschen, für deren Rechte, und für die Ärmsten der Armen einsetzte.

Wir danken der Patriotischen Gesellschaft für den Gedanken und die Tat, in dieser Weise an Johann Georg Kerner zu erinnern!


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