Geoden

Zuerst wollten wir die Namen klären:

Geode, Geoden (f), Druse, Drusen (f)

Geode ist ein Kunstwort aus dem Griechischen "gaiodes" Mandelraum, ursprünglicher Gasblasenraum in Gesteinen (Melphyre, Diabase, Basalte) mit Mineralen ganz oder z.T. erfüllt (Brockhaus).

Druse bedeutet in der Geologie (Brockhaus): Aggregat gleichartiger, die Innenwand eines Gesteinshohlraums bedeckender Mineralindividuen, die nach innen meist wohlausgebildete Kristallflächen aufweisen. Die schönsten Drusen sind die des Amethystes in Achatmandeln

Das Oxford Dictionary: Seit 1676 im Englischen in Gebrauch. Ausdruck kommt aus dem Französischen "géode" oder dem Lateinischen "geodes", griechisch Gaiodes = erdlich (a) a ein modularer Stein, mit einem Hohlraum, der normalerweie mit Kristallen oder Mineralien (innen) bedeckt ist, (b) auch der Hohlraum selbst, also jede andere ähnliche Formation (seit 1849).

Die Columbia Encyclopedia beschreibt genauer wie folgt: "Geode, hohler, rundlicher Stein zwischen 2 und 30cm Durchmesser. Geoden sind teilweise mit mineralischem Material gefüllt, sie haben eine dünne Schicht von chalcedonischem Quartz, das von einer Schicht nach innen gerichteter Kristalle bedeckt is. Diese spektakulären Kristalle, normalerweise Quartz oder, weniger häufig, Calcit, sind durch Sammler sehr gesucht und können sehr teuer sein. Geodes bilden sich in Hohlräumen und können auch z.B. in einer fossilen Muschel, die durch Sedimentation begraben wurde, vorkommen. Der erste Schritt der Geburt einer Geode wird durch das Ablagern von getlatinösem Silikat eingeleitet, welches vielleicht in eine chalcedonische Schicht umgewandelt wird. Weil das Wasser um diese Schicht herum immer mehr Salz verliert induziert die Osmose eine Migration von Flüssigkeiten in den Hohlraum. Das Ergebnis ist, daß ein Innendruck aufgebaut wird. Dieser verursacht eine Ausdehnung des Hohlraumes bis das Wasser innen und aussen den gleichen Salzgehalt haben. Durch den Dehydrierungsprozess des Silica-Geels krstallisiert es aus und reisst. Mineralführendes Wasser dringt ein und der langsame Prozess der Bildung der in den Innenraum gerichteten Kristalle beginnt

Das Stück, welches wir uns jetzt anschauen wollen, ist eine Scheibe einer Geode/Druse. Sie mißt 272 x 200 x 6mm. Wir haben die Möglichkeit solche Scheiben rein "Aufsicht" oder auch, falls sie teilweise durchsichtig sind, auch "Durchsicht" zu betrachten. Siehe die beiden oberen Bilder (links Aufsicht, rechts Durchsicht). Unsere Augen sind von sich aus jedoch nicht in der Lage Bilder von positiv zu negativ zu konvertieren. Dies ist aber mit Filmen oder Scannungen möglich = untere Bilder. Wir erhalten dadurch sehr unterschiedliche Eindrücke von ein und demselben Stein!

Klicken Sie auf eines der vier Bilder so sehen Sie eine größere Aufnahme. Diese trägt ein Raster. Jedes Feld ist einzeln anklickbar. Dann vergrößert sich das angeklickte Feld auf Bildschirmgröße (600x800px).
Sie können anschließend entweder über die "Zurück"-Funktion wieder auf das Gesamtbild zurück oder aber durch Mausklick durch die verschiedenen Modi (Aufsicht positiv, negativ und Durchsicht positiv, negativ) die grossen Aufnahmen anschauen.

Sie können aber auch auf die Buchstaben unterhalb klicken. Sie erhalten ein Komposit aus jeweils drei Feldern (oben, Mitte, unten). Die Ladezeit des Komposits ist allerdings dreimal länger als die jedes Einzelfeldes.
Hier gelangen Sie wieder durch die "Zurück"- Funktion auf das Gesamtbild oder zu den einzelnen Standbildern.

Falls Sie Lust haben sich jetzt die Geodenscheibe anzuschauen: ....klicken Sie hier!

Hamburg, January 2004
Walther Kerner

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